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                                 WINTERSPERRE bis Anfang Mai 2018
Ranger mit zwei Kindern

Wandern in den Hohen Tauern

Artikel vom 6. Juni 2013

Rund um die Großglockner Hochalpenstraße bietet der Nationalpark Hohe Tauern zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Genießen und Entdecken. Besonders die vielfältige Flora zieht nicht nur botanisch Interessierte in ihren Bann. Unzählige Alpenblumen verleihen dem Großglockner und den umliegenden Berggipfeln regelmäßig ein neues Gesicht.


Alpenblumen in einzigartiger Lage entdecken

Vor allem die Ausbreitung des Nationalparks Hohe Tauern sowohl über die Nord-, als auch die Südseite des Alpenhauptkammes sorgt für eine einzigartige Artenvielfalt. Die großen Höhenunterschiede der Region schaffen zusätzlich verschiedene Klimazonen, in denen Pflanzen gedeihen, die sonst nirgendwo in Österreich zu finden sind. Die Baumgrenze liegt bei etwa 2.000 bis 2.200 Metern. Auf der wärmeren Südseite wachsen duftende Zirbenbestände auch bis in eine Höhe von 2.400 Metern. Darüber breiten sich beeindruckende Zwergstrauchheiden aus, in denen es außerdem zahlreiche Arten von Flechten zu entdecken gibt.

 

Das Fuschertörl an der Großglockner Hochalpenstraße
Die Hochalpenstraße mitten in der Natur

Klimazonen-Wanderung in den Hohen Tauern

Wer von Ferleiten aus auf die Großglockner Hochalpenstraße fährt, der startet auf 1.145 Metern Seehöhe. Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe liegt auf 2.369 Metern. Während des Aufstieges von 1.224 Metern durchreisen Sie verschiedene Klima- und Vegetationszonen. Die Lebensräume, die dabei durchfahren werden, lassen sich unterteilen in:
 
  • Waldgesellschaften
  • Busch-, Zwergstrauch-, Wiesen- und Weidengesellschaften
  • alpine Rasen- und Pioniergesellschaften


Im unteren Bereich führt die Straße noch durch herrliche Gebirgswälder und über farbenprächtige Almwiesen, auf denen Löwenzahn, Gänseblümchen und mehr gedeihen. Nach einigen Stopps zum Aussicht genießen und um sich bei einer kurzen Rundwanderung die Beine zu vertreten, ist bald die Baumgrenze erreicht.
In den oberen Regionen der Glocknerstraße gilt es dann auf kleinen Wanderpfaden neben der „Bärtigen Glockenblume“ die „Alpenmargerite“ oder den weit verbreiteten „Alpenampfer“ zu entdecken. Letzterer fühlt sich auf beweideten Almwiesen besonders wohl. In seinen großen Blättern transportierten die Senner beim „Schmalztragen“ viele Jahre lang ihre Butterkugeln zu Tal.
Der Gamsgrubenweg nahe der Hochalpenstraße
Wanderer auf dem Gamsgrubenweg

Der Tipp zum Blumen-Wandern in den Hohen Tauern

Sie wollen sich einen Überblick über die Artenvielfalt der Pflanzen in der Glockner Region verschaffen? Dann sollten Sie unbedingt einen Stopp am Schöneck einlegen. Auf den Pockhorner Wiesen – den schönsten und blumenreichsten Wiesen entlang der Panoramastraße – gibt es hier auf 100 m² bis zu 140 verschiedene Pflanzenarten zu entdecken.

Speziell die Vielfalt an Orchideen lässt  unsere Besucher hier immer wieder ins Staunen geraten. In einer kleinen Naturschau gibt es nach einem Spaziergang auf den Wiesen allerhand Wissenswertes zur Blütenpracht und den Bewohnern der „Bergmahd“ zu erfahren.

Wandern im Sonderschutzgebiet Gamsgrube

Ein besonders beeindruckendes botanisches Refugium finden Besucher der Hohen Tauern bei einer kostenlosen geführten Tour am Gamsgrubenweg oberhalb der Pasterze.

Ein Nationalparkranger begleitet Sie von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe in diese einzigartige Welt. Durch Windverfrachtungen des Kalkglimmerschiefers von den umliegenden Gipfeln bildete sich hier eine Flugsandsteppe, wie sie sonst außerhalb Grönlands oder Spitzbergens kaum wo vorkommt.
In den hohen Sandansammlungen wachsen farbenprächtige Schönheiten wie die Karpaten-Katzenpfütschen,  Rudolphs-Steinbrech und das berühmte Edelweiss.
Das Panorama vom Großglockner
Ausblick auf das Gebirge
Artikel vom 6. Juni 2013
Kategorie: Familie & Kinder