Wintersperre bis Mai 2018

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                                 WINTERSPERRE bis Anfang Mai 2018
Hinweisschild mit Gepäck

Die Geschichte des Glockners

Gipfelsieg am höchsten Berg Österreichs

Der Grossglockner: seit mehr als 60 Jahren Ziel von Bergsteigern

Historische Funde belegen, dass schon vor 5.000 Jahren Menschen die Alpen überquerten. Der Handel, die Suche nach Gold, Mineralien und neuen Wegen von Nord nach Süd lockten die Menschen über die Pässe. Sagen und Mythen umwehten die von Geistern und Hexen bewohnten Höhen und man tat gut daran, seine Götter um eine sichere Reise anzuflehen. Die Furcht wich mit dem Beginn der Aufklärung im 18. Jahrhundert der Neugier: Forscher und Naturwissenschafter wollten nun die unbekannte Welt erkunden, vermessen und verstehen. Ohne Karten, markierte Steige, Schutzhütten, Routenbeschreibungen, passende Ausrüstung oder gar erfahrene Bergführer machten sich wagemutige Männer und Frauen auf den Weg ins Gebirge. Ihnen folgten die Alpinisten auf dem Fuße.
Ein Vermesser im Schnee

Die Geschichte der Erstbesteigung des höchsten Bergs in Österreich

Antriebsfeder des erwachten naturkundlichen Interesses waren nicht nur die Herrscherhäuser Europas sondern auch die hohe Geistlichkeit, die sowohl über entsprechende Bildung als auch ausreichend finanzielle Mittel verfügte. So verwundert es nicht, dass der Kärntner Erzbischof Franz Xaver Graf von Salm-Reifferscheid die Erstbesteigung des Großglockners in Angriff nahm. Die Errichtung der Salmhütte auf 2.644 m als Stützpunkt war dabei ein wichtiger Schritt zur etappenweisen Besteigung. Nachdem die erste Expedition aufgrund heftigen Schneefalls scheiterte, glückte die zweite: Am 28. Juli 1800 erreichten fünf Bergsteiger den Gipfel des Großglockners über die Adlersruhe und setzten das Gipfelkreuz. Die Erstbesteigung im Winter erfolgte erst im Jahr 1953.

Die Vermessung des Grossglockners – der wissenschaftliche Ertrag

Erzbischof Graf von Salm-Reifferscheid feierte im Kreise der Expeditionsteilnehmer auf der Hütte im Leitertal die Bezwingung des Glocknergipfels mit einem wahrhaft fürstlichen Mahl. Anlass zum Feiern gab auch der wissenschaftliche Ertrag. Der Gipfel wurde geografisch und höhenmäßig vermessen, was angesichts des nicht vorhandenen Nullpunkts an der Adria ein paar Meter Abweichung mit sich brachte. Neue Erkenntnisse erbrachten Reihenversuche mit Schneeschmelzen, Siedepunkten des Wassers, Luftfeuchtigkeit sowie Puls- und Atemfrequenzen. Neben dem Gipfelkreuz wurde außerdem ein Barometer aufgestellt, das 52 Jahre lang Daten lieferte. Die Gesamtkosten der Erstbesteigung des höchsten Berges Österreichs dürften sich umgerechnet auf mindestens 50.000 Euro belaufen haben.

Namengeber am Grossglockner: Markgraf Pallavicini und Kaiser Franz Josef

Mehr und mehr rückte neben dem naturwissenschaftlichen Interesse die sportliche Herausforderung in den Fokus. Außerdem wirkte die romantische Bergwelt auf zahlreiche Städter überaus anziehend. Mit der Errichtung des Glocknerhauses durch den Alpenverein im Jahr 1876 wurde der Aufstieg zum Gipfel wesentlich abgekürzt. Nun suchte man nach alternativen Routen zur Gipfelbesteigung. Markgraf Alfred Pallavicini durchstieg die nach ihm benannte Eisrinne von der Pasterze aus, im Juni 1886 verunglückte er bei dem Versuch, die Glocknerwand zu durchsteigen, leider tödlich. Im Jahr 1856 weilte Kaiser Franz Josef in Heiligenblut. Er wanderte hinauf bis zur Höhe über der Pasterze, die heute seinen Namen trägt. Kaiserin Sisi begnügte sich mit einem Ritt bis zur nach ihr benannten Elisabethruhe.

Bergsteigen und Bergführer am höchsten Berg der Ostalpen

Das Interesse am Großglockner wuchs nach seiner Erstbesteigung und der Eroberung weiterer bedeutender Alpengipfel in Europa beständig an. 1869 wurde der Erste Ostalpine Bergführerverein gegründet, der Bergführerverein Heiligenblut folgte im Jahr darauf. Schon 1877 gab es ein Bergführerbüro in Kals in Osttirol. Die Route von Kals über die Stüdlhütte hinauf zur Adlersruhe ist bis heute die einfachste und meist begangene. Die 3.444 m hohe Adlersruhe, auf der die Erzherzog-Johann-Hütte steht, ist der Ausgangspunkt für Glocknerbesteigungen über den Kleinglockner und den Glocknergrat. Nach einer meist kurzen Nacht brechen die ersten Bergsteiger schon vor dem Sonnenaufgang auf, um den höchsten Berg Österreichs im Licht der ersten Sonnenstrahlen erleben zu können.
 
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