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Bau der Großglockner Hochalpenstraße

Die Geschichte 

Geschichte der Grossglockner Hochalpenstrasse

Vom gefährlichen Bergpfad zur beliebtesten Passstrasse Österreichs

Schon vor 3.500 Jahren wagten Menschen den Weg über das 2.504 m hohe Hochtor. Kelten und Römer nützten die kürzeste Nord-Süd-Verbindung vorwiegend, um Handel zu treiben. Diese Tradition setzte sich durch die Jahrhunderte fort: Aus dem Süden kamen begehrte Waren wie Gewürze, Stoffe und Edelsteine, der Norden revanchierte sich zum Beispiel mit Metall und Pelzen. Dabei war der Weg über den Alpenpass überaus gefährlich: Der lange Marsch und unvorhersehbare Wetterumschwünge samt Schneefall und Kälteeinbruch zehrten an den Wanderern und kosteten so manches Leben. Kein Wunder also, dass die Menschen am Hochtor ihre Götter anriefen, um sie gnädig zu stimmen.
Früher Verlauf der Großglockner Hochalpenstraße

Kelten, Römer, Säumer: Warenverkehr über das Hochtor

Trotz aller Gefahren wurde der Handel über die extreme Nord-Süd-Route weitergeführt, bis Einfuhr-Schutzsteuern und schließlich alternative und erheblich einfachere Wege dem Pass den Rang abliefen. Heute zeugt die sehenswerte Ausstellung „Passheiligtum Hochtor“  am Scheitelpunkt der Großglockner Hochalpenstraße vom Nord-Süd-Verkehr: Hier befindet sich die bronzene Römerstatuette des Halbgottes Herkules, die aus der Zeit um Christi Geburt stammt und beim Bau der Alpenstraße von Arbeitern gefunden wurde. Weitere Statuetten-Bruchstücke sowie keltische und römische Münzen sind beste Belege für die Beliebtheit der Handelsroute.
 
 

Identitätsprojekt, Arbeitsbeschaffung und Fremdenverkehr

Die Idee zum modernen „Herkules“-Projekt Großglocknerstraße hatte mehrere Ursachen. Zum einen suchte die Erste Republik Österreich nach dem Ende des Habsburgerreiches und dessen Zersplitterung im Ersten Weltkrieg nach Identifikationsprojekten für das Land, dem niemand so recht Erfolg zutrauen mochte. Zum anderen war die Arbeitslosigkeit groß. Eine so riesige Baustelle würde tausende Arbeitsplätze schaffen. Ein dritter Aspekt war der aufkeimende Fremdenverkehr: Die spektakuläre Panoramastraße sollte durch Mautgebühren und Urlaubsaufenthalte Geld in die Kassen spülen. Das eigene Auto galt als luxuriöses Vergnügen, das Wohlhabenden vorbehalten war. Mit diesen hoffte man gute Geschäfte zu machen.
Der Planer der Großglockner Hochalpenstraße Franz Wallack 1930
Der Planer der Großglockner Hochalpenstraße: Franz Wallack

Von der Vision zum Bau: die Entstehung der Grossglocknerstrasse

Der Durchsetzungskraft des damaligen Salzburger Landeshauptmannes Franz Rehrl und der genialen Planung des jungen Bauingenieurs Franz Wallack ist es zu verdanken, dass das Projekt Großglockner Hochalpenstraße tatsächlich umgesetzt wurde. Eine neue Nord-Süd-Verbindung, Arbeit für bis zu 4.000 Mann und die Erwartung lukrativer Geschäfte sorgten dafür, dass am 30. August 1930 die erste Sprengung den Bau der Alpenstraße einläutete. Nur fünf Jahre später, am 3. August 1935, wurde nach Überwindung zahlreicher – auch finanzieller - Schwierigkeiten die Großglockner Hochalpenstraße von Bundespräsident Wilhelm Miklas feierlich eröffnet. Schon am nächsten Tag wurde das erste Autorennen auf der damals noch mit Sand belegten Straße veranstaltet. Mit dabei: Landeshauptmann Rehrl und Ingenieur Wallack! Allen beim Bau der Straße verunglückten Arbeitern ist die Gedenkstätte am Fuscher Törl  gewidmet.

Entwicklung der Gebirgsstrasse zum Besuchermagneten

Nicht der Warenverkehr, sondern der Tourismus verhalf der neuen Nord-Süd-Verbindung rasch zum Erfolg. Eine der großartigsten hochalpinen Landschaften Europas war plötzlich für jedermann erreichbar. Während der Wirtschaftswunderjahre stieg die Motorisierung, das eigene Auto wurde immer selbstverständlicher. Die 48 Straßenkilometer und 36 Kehren wurden verbreitert und ausgebaut, Parkplätze, Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, moderne Ausstellungen und Erlebniswege garantieren heute etwa 900.000 Besuchern pro Jahr ein einmaliges Erlebnis im Herzen der Alpen. Allen, die mehr über das Projekt Großglockner Hochalpenstraße wissen möchten, sei die Ausstellung „Bau der Straße“  im originalen Straßenwärterhäuschen an der Fuscher Lacke empfohlen. Heute zählt die einzigartige Gebirgsstraße mit Schloss Schönbrunn und der Festung Hohensalzburg zu den Top-3-Sehenswürdigkeiten Österreichs!
Sie möchten die sensationelle Großglockner Hochalpenstraße gerne selbst erleben? Dann informieren Sie sich jetzt über Tagespreise und Öffnungszeiten!