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Murmeltier vor dem Großglockner

Das  Murmeltier

Das Murmeltier:
Alpenbewohner mit Pfiff

Wenn hoch oben die Berge pfeifen 

Blicken Sie von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf den mächtigen Großglockner und lauschen Sie dabei dem Pfeifen der Berge. Doch lassen Sie sich nicht irritieren, denn diese schrillen Töne kommen von den pelzigen Bewohnern am Großglockner – den Murmeltieren.

Die im Kehlkopf der Tiere erzeugten Schreie, die wir als Pfiffe wahrnehmen, dienen der Verständigung und der Ankündigung von Gefahr. Doch jeder Pfiff bedeutet etwas anderes. Denn es kommt darauf an, welches Murmeltier diesen schrillen Ton von sich gibt. Sobald das ranghöchste Männchen pfeift, bedeutet dies eine unmittelbare Gefahr und die gesamte Kolonie flüchtet blitzartig in den sicheren Bau.
Setzt diesen Warnpfiff allerdings ein rangniedrigeres Murmeltier ab, so wird es gekonnt ignoriert.
 

Alpiner Nager mit Pfiff

Lauschen Sie einmal ganz aufmerksam den Pfiffen der alpinen Nager und unterscheiden Sie dabei zwei Arten. Wenn Sie entlang der Großglockner Hochalpenstraße nur einen Pfiff hören, besteht für die Murmeltier-Kolonie eine direkte Gefahr. Dieser Warnpfiff wird oftmals beim Anflug eines Greifvogels, wie dem gefürchteten Adler abgesetzt. Hören Sie allerdings eine ganze Serie an Pfiffen, so besteht eine langsam annähernde Gefahr für die Murmeltiere. Das können Sie als neugieriger Wanderer oder ein umherschleichender Fuchs sein. Der Warnpfiff macht bei den Murmeltieren nur deshalb Sinn, da sie sich nie weit vom Bau entfernen und somit sofort reagieren können.
 

Das Wachmännchen in den Bergen

Übrigens, haben Sie sich schon mal gefragt, warum manche Murmeltiere vor dem Bau auf ihren Hinterfüßen stehen und aufmerksam in die Landschaft blicken?
Bestimmt dachten Sie, dass dieser Nager das heutige Wachmännchen der Kolonie ist, aber da liegen Sie falsch. Diese Position nehmen die Murmeltiere nämlich ein um sich auszuruhen und die Natur der Alpenwelt zu bestaunen.
Es sind wohl wahre Natur-Genießer unsere pfiffigen Alpenmurmeltiere.
 

Putzige Alpenmurmeltiere, ausdauernde Langschläfer und der „Mankei-Wirt"

Wer sie bei der Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße noch nicht entdeckt hat, der trifft sie spätestens auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: die Alpenmurmeltiere.

Alpenmurmeltiere lieben die Geselligkeit und leben deshalb in großen Kolonien beisammen. Die Murmeltier-Kolonien setzten sich meist aus mehreren Familien und verschiedenen Jahrgängen zusammen. Um die gesamte Murmeltierfamilie vor Feinden zu schützen, ist eine gut organisierte Hierarchie innerhalb der Kolonie nötig. Jeweils ein dominantes Weibchen und Männchen sind die Oberhäupter der Murmeltierfamilie. Der dominante männliche alpine Nager markiert die Grenzen des Reviers mit Duftstoffen und verteidigt dieses Gebiet. In unseren Alpen kann es also schon mal vorkommen, dass unerwünschte Eindringlinge unsanft vom Revier vertrieben werden, um die Murmeltierfamilie zu beschützen.
 

In bester Gesellschaft inmitten der Alpen

Beobachten Sie die Nager entlang der Hochalpenstraße und auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und Sie werden eine markante Eigenschaft sofort erkennen –  Den Urinstinkt der Alpenmurmeltiere in einer Gemeinschaft zu leben. Diese pelzigen Hochgebirgsbewohner haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sind dementsprechend neugierig. Innige Kuscheleinheiten bestaunen Sie beinahe tagtäglich nahe der Panoramastraße.
Murmeltiere beim Fressen

Jeder hat seine Eigenheiten – auch das Alpenmurmeltier

Haben Sie sich schon einmal gefragt warum die alpinen Tiere Ihre Köpfe zusammenlegen und ganz innig die Nasen aneinander reiben?

Mit dieser herzlichen Geste begrüßen sich die Tiere gegenseitig in den Alpen. Das ausgeprägte Sozialverhalten der Nager lässt ebenfalls das Äußere nicht außer Acht, daher schätzen die Murmeltiere besonders die gründliche und gegenseitige Fellpflege. Der dichte und struppige Pelz des Alpenmurmeltiers ist meist grau-braun gefärbt und bietet ihnen somit die perfekte Tarnung in den Bergen. So kann ein Greifvogel die alpinen Tiere schon mal übersehen, da die Farbe des Murmeltieres der des Felsens, der Erde oder der Wiesen ähnelt. Mächtige Tiere sind die alpinen Nager der Alpen, mit einem stolzen Gewicht von bis zu 8 kg. Ursprünglich galten Murmeltiere als extrem scheu, doch mittlerweile hat sich der Großteil an die zahlreichen Schaulustigen gewöhnt. Ausschlaggebend dafür ist die permanente Präsenz der neugierigen Zweibeiner entlang der Großglockner Hochalpenstraße. Doch auch weniger zutrauliche Murmeltiere können Sie von der Swarovski-Beobachtungswarte aus mit dem Fernglas bestaunen und im Haus Alpine Naturschau ist die Murmi-Show im Multimedia-Kino das absolute Highlight.
 

Weit gereist: Die verzweigte Familie der Murmeltiere

Murmeltiere gibt es nachweislich schon seit der Eiszeit vor 2,5 Millionen Jahren. Sie wanderten quer über die Kontinente und sind deshalb heute noch in Eurasien und Nordamerika verbreitet. Die zur Gruppe der Erdhörnchen gehörenden Nagetiere haben sich ihrer jeweiligen Umgebung angepasst, zurzeit sind 14 Murmeltierarten bekannt, von denen eine das am Großglockner lebende Alpenmurmeltier ist. Die flinken Nager werden 30-60 cm groß, hinzu kommt der 10-25 cm lange Schwanz. Sie erreichen ein Alter von bis zu 15 Jahren. Markant sind die langen, gelb gefärbten und überaus kräftigen Nagezähne und die starken Backenzähnen. Beeindruckend und wesentlich zugleich ist die Eigenschaft der Zähne, denn die der Murmeltiere wachsen ein Leben lang nach. In der Mitte sind sie stabiler als an den Seiten und so werden sie durch das Fressen und den Tunnelbau auf natürliche Art abgenützt und geschärft.
 
 

Vom Nagetier zum Murmeltier

Bereits die Römer entdeckten den quirligen Nager und Alpenbewohner und verliehen ihm den Namen „Alpenmaus“, da das Murmeltier bereits damals tiefe Erdlöcher in den Bergen als Unterschlupf grub. Mittlerweile gibt es in beinahe jedem Land andere Ausdrücke für die alpinen Tiere und schon alleine aus diesem Grund kommt auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe schnell ein lustiges Gespräch zustande. In Österreich nennen wir es gerne „Murmele“ oder „Mankei“, in Deutschland ist es als „Marmotte“ bekannt und in der Schweiz wird das Murmeltier liebevoll „Munggen“ genannt.

Ein besonderes Highlight entlang der Großglockner Hochalpenstraße ist ein Besuch beim wohl liebevollsten Murmeltierzüchter der Alpen. Der „Mankei-Wirt“ im Gasthof an der Fuscher Lacke zieht die Murmeltiere sogar selbst auf. Da kann es schon einmal vorkommen, dass einer seiner kleinen Nager beim Servieren auf der Schulter sitzt.

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ein Murmeltier so nah zu bestaunen. Die kurze und etwas zugespitzte Schnauze zu bewundern sowie die dicht anliegenden Ohren. Das Imposanteste sind wohl die ausgeprägten Nagezähne der Murmeltiere, die ihnen als wertvolles Werkzeug beim Bau der Tunnelsysteme dient. Besuchen Sie den „Mankei-Wirt“ im Gasthof an der Fuscher Lacke, auf der wohl schönsten Panoramastraße in den Alpen.
 

Revier mit bester Aussicht: Murmeltierheimat oberhalb der Baumgrenze

Am Ende der Eiszeit zogen sich die Murmeltiere in die baumlosen Hochgebirgslagen zurück. Das liegt vielleicht auch daran, dass das „Mankei“ die Hitze nicht leiden mag. Es verfügt nur über wenige Schweißdrüsen und verbringt selbst warme Sommerstunden am Berg lieber in seinem kühlen Bau.

 

Hoch oben ist ihr Zuhause

Den idealen Lebensraum finden Murmeltiere zwischen 800 und 3.000 Höhenmetern inmitten der Berge. Die sonnigen Almflächen und Bergwiesen aber auch die Geröllfelder entlang der Großglockner Hochalpenstraße bieten sich daher besonders als Heimat für die alpinen Tiere an.

 

Die Tunnelexperten der Alpen

Ein Gang ist dem Murmeltier bei weitem nicht genug. Es gräbt umfangreiche Gangsysteme, dessen einzelne Tunnel 10-70 m Länge messen. Mit seinem gedrungenen Körper, den kurzen Beinchen und runden Ohren ist das Alpenmurmeltier bestens für seine unterirdischen Bauvorhaben gerüstet. Die überaus kräftigen Vorderpfoten nutzt das Nagetier um die Erde zu lockern. Dieses Material schleudert es anschließend mit den Hinterpfoten aus dem Gang. Sobald sie auf Gesteinsschichten stoßen, kommen die starken Zähne zum Einsatz. Mit den Nagezähnen lockern sie die Schicht aus Steinen und tragen diese aus der Höhle hinaus. Das Material, das sie aus den Tunneln ins Freie befördern sammeln sie außerhalb der Gänge an großen Erdhügeln. Diese dienen ihnen wiederum als Aussichtspunkte oder als Plätze um sich auf den Hinterpfoten zu erholen. Ausgeklügelte Bauten erschaffen die Murmeltiere nur mit ihren bloßen Pfoten und Zähnen im Alpenraum. Wohn- und Schlafhöhlen, eigene Toiletten und Fluchtröhren gehören zu dem ausgeklügelten Murmeltierbau, in dem die Familie schließlich seinen ausgedehnten Winterschlaf hält. Diese Kammern und Tunnel bleiben über Generationen bestehen und bieten der Kolonie für viele Jahre ein sicheres und wohliges Zuhause. Beeindruckend sind die Fähigkeiten des Alpenmurmeltiers, man nennt das Nagetier wohl nicht ohne Grund auch „Grabetier.“

 

Der Winterspeck muss her – Kulinarik im Alpenraum 

Um die Fettreserven für den bevorstehenden Winterschlaf anzufressen, müssen sich die Alpenmurmeltiere am kulinarischen Angebot der Berge großzügig bedienen. Ihre Leibspeise sind saftige Gräser und Kräuter der Alpenwiesen. Das frische Alpenklee oder der nährstoffreiche Bergwegerich bieten sich besonders in den Höhenlagen der Nager an. Die Naturwelt im Alpenraum bietet ihnen nebenbei genügend Auswahl an Blüten, Früchten und Samen für ausgiebige Mahlzeiten. Alle Pflanzen, die sie in den Almflächen finden, werden vollständig samt der Wurzel verspeist. So werden alle enthaltenen Nährstoffe genutzt um den nötigen Winterspeck anzulegen. Eher selten aber doch greifen die Murmeltiere zu Regenwürmern, Larven und Insekten, um ihre Fettdepots zusätzlich so gut wie möglich zu füllen. Erstaunlich ist die Tatsache, dass die Nagetiere mit der Flüssigkeit aus fester Nahrung durchaus auskommen. Sie nehmen nämlich keine reine Flüssigkeit zu sich.

 

Auch quirlige Nagetiere haben Feinde

Der wohl größte Feind der Murmeltiere, der gleichzeitig ihr Leben bestimmt ist wohl der Winterschlaf.

Aber auch vor natürlichen Feinden der Bergwelt müssen sich die Alpenmurmeltiere in Acht nehmen. Zu den Gefährlichsten zählen die Greifvögel. Taucht ein Greifvogel am Himmel über dem Großglockner auf, gilt es, sich und die Kleinen rasch in Sicherheit zu bringen. Diese Gefahr droht besonders den Jungen, die nach 30 Tagen Tragezeit zur Welt kommen.

Vor allem der Steinadler ist für die gesamte Kolonie eine wahre Bedrohung. Sein blitzschneller und unvorhersehbarer Sturzflug überrascht die alpinen Nager von oben. Meist kann nicht mal ein in letzter Minute abgesetzter Warnpfiff die Murmeltiere davor warnen. Ausgewachsene Nager mit einem Gewicht von bis zu 8 kg erlegt der Steinadler dabei ohne Probleme. Die Jungtiere müssen sich besonders vor Füchsen, Mardern, Kolkraben und dem Uhu vorsehen.

Für lange Zeit war auch der Mensch ein Feind der Nager. Denn die Zähne, das Fell und besonders das Fett waren begehrt und wertvoll. Das Murmeltierfett genoss im medizinischen Bereich für lange Zeit einen hohen Stellenwert als beachtliches Naturheilmittel. Verwendet wurde das wertvolle Murmeltierfett von dicken Nagern hauptsächlich zur Behandlung von Rheuma. Da der Murmeltierbestand in den Alpen nachweislich schrumpfte wurden Maßnahmen ergriffen. Jäger müssen strenge Vorgaben einhalten und dürfen nur noch eine bestimmte Anzahl an Murmeltieren im zugeteilten Jagdgebiet pro Jahr schießen. Heute genießen wir Menschen die Gesellschaft der Murmeltiere im gesamten Alpenraum, wir lauschen ihren eindrucksvollen Pfiffen und schätzen sie als tüchtige Bewohner der Alpen.

Schlafen, bis die Sonne kommt - der Winterschlaf der Murmeltiere

Wenn die Tage im September kürzer werden, der Energiegehalt der Nahrung nachlässt und genügend Fettreserven angefressen sind, begibt sich das Murmeltier mit seiner Familie in die unterirdischen Höhlen, um den Winterschlaf anzutreten.

Sobald die erste Kälteperiode ins Land gezogen ist oder der erste Schnee die Almflächen bedeckt, fühlen sich die Alpenmurmeltiere im tiefen Winterbau so richtig wohl. Grund dafür ist nicht zuletzt das kuschelige Heu, das der gesamten Kolonie als Bett dient. Während der Sommermonate werden Grashalme dicht an der Wurzel abgebissen und unter der Sonne getrocknet. Bis zu 12 kg von diesem Heu tragen die alpinen Nager in den Winterbau und sorgen somit für einen richtig wohligen und gepolsterten Schlafbereich. Der Eingang zum Winterbau wird wahrlich professionell mit einer Kugel aus Gras, Kot und Erde verschlossen. So bleiben unerwünschte Gäste und ebenso die Kälte draußen.

Während oben unaufhörlich der Schnee auf Wiesen und Matten fällt, ist es drunten warm und gemütlich. Die gesamte Kolonie rollt sich zu Beginn des Winterschlafs eng zusammen und kuschelt vertraut miteinander. So wird jedes Murmeltier warm gehalten und möglichst wenig Energie geht verloren. Von dieser Größe der Schlafgruppe und von den Fettreserven jedes einzelnen Tieres hängt das Überleben ab. Vor allem für junge Murmeltiere stellt der Winterschlaf eine nicht zu unterschätzende Bedrohung dar. Der erste Winter endet für den Nachwuchs meist schon tödlich, da es an den nötigen Fettreserven fehlt. Umso wichtiger, dass die Schlafgruppe sich möglichst eng zusammenkuschelt und den Jungtieren dadurch genügend Wärme bereitet. Ihr Überleben hängt also hauptsächlich von ihren eigenen Fettreserven und der Größe der Murmeltiergruppe ab.
 
 

Das Murmeltier auf Energiesparmodus

Während des sechs bis neun Monate dauernden Winterschlafs senkt das Murmeltier alle Lebensfunktionen ab, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Die Körpertemperatur der alpinen Nager wird von 27 auf 5-7 Grad Celsius gesenkt. Es atmet nur zwei Mal pro Minute und reduziert die Herzschläge ebenfalls von 200 auf etwa 20 pro Minute. Dieser Energiesparmodus macht es den Murmeltieren erst möglich die lange Zeit vom Herbst bis zum nächsten Frühjahr durchzuhalten.

Im Winterschlaf wird niemals gegessen. Den gesamten Zeitraum über zehren die Tiere die nötige Energie aus den angefressenen Fettreserven. Einzig alle drei bis vier Wochen geht das „Mankei“ zur Toilette, um anschließend wieder in tiefem Schlaf zu versinken. Eigens angelegte „Tote Gänge“ dienen den Murmeltieren dabei um ihr Geschäft zu verrichten. Am Ende dieser Zeit hat jedes Murmeltier ein Drittel seines ursprünglichen Gewichts verloren.
 

Neustart im Frühling: Die Kolonie der Alpenmurmeltiere 

Die wärmeren Außentemperaturen im Frühjahr wecken die Murmeltierkolonie sanft aus dem langen Schlaf. Das stärkste Murmeltier wühlt sich allen voran aus dem Bau bis an die wärmenden Strahlen des Tageslichts. Allmählich lösen sich die Schlafgemeinschaften auf und kleine Gruppen werden gebildet, die nach und nach der Sonne entgegen treten. Im Rahmen des Frühjahrsputzes wird der Bau gesäubert  und das Heu des Winterbettes tragen sie aus dem Bau. Wie schön, wenn sich alle nach dem langen Winter mit Nasenreiben und Köpfe-Zusammenstecken wieder begrüßen und die Frühjahrssonne genießen können! Auch die Jungtiere bleiben noch ein Jahr bei der Murmeltierfamilie, bis sie sich mit etwa drei Jahren auf den Weg machen, um eine eigene Kolonie aufzusuchen.

Im April/Mai startet schon die Paarungszeit und die in mehreren Generationen lebenden Familienverbände begeben sich wieder auf Futtersuche. Im Frühling bedienen sich die Alpinen Nager vor allem an Wurzeln, bevor die saftigen Kräuter und Gräser wachsen und als Hauptnahrungsquelle dienen.
 

Pelzige Jungtiere erfrischen das Leben in den Alpen

Etwa fünf Wochen benötigt das ranghöchste Weibchen um die jungen Murmeltiere auszutragen. Dabei erblicken bis zu sieben Murmeltierbabys das Licht der Alpenwelt. Diese sind nicht nur federleicht und winzig, sondern auch für die ersten Lebenswochen blind. Einige Zeit nach der Geburt können sie zum ersten Mal selbst die imposante Bergwelt an der Hochalpenstraße bestaunen und ihre Nagezähne brechen etwa zur selben Zeit durch.

Murmeltiere sind Säugetiere und deshalb genießen die Jungen für etwa sechs Wochen den Genuss der nährstoffreichen Milch der Murmeltier-Mutter. Aus dem Bau und auf die Almflächen und Berghänge dürfen sie erst nach etwa zwei Monaten. Dann genießen sie den riesigen Spielplatz direkt vor dem Bau aber umso mehr. In der wärmenden Sonne wird gespielt und erste Erfahrungen mit den Artgenossen der Kolonie werden gesammelt. Besonders für die Jungtiere ist es wichtig, sofort damit zu beginnen genügend Nahrung zu fressen, um bestens für den ersten Winterschlaf vorbereitet zu sein. Bis dahin sollten sie die Hälfte ihres späteren Gewichts erreicht haben, ein Grund mehr sich möglichst gierig auf die ausgiebige Kräuterwelt der Alpen zu stürzen.

An der Großglockner Hochalpenstraße begleitet das Murmeltier Ihre Fahrt vom Aussichtspunkt auf die Pasterze – Den Gletscher des Großglockners bis zur Einkehr beim „Mankei“ Wirt.
Sie möchten die pelzigen Alpenbewohner selbst einmal in freier Wildbahn beobachten? Informieren Sie sich über Öffnungszeiten und Ticketpreise der Großglockner Hochalpenstraße!