Grossglockner Hochalpenstrasse

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Sonderbemerkung

Wintersperre bis Anfang Mai 2017

Erläuterungen zur Befahrbarkeit:  Entsprechende Hinweise auf der Homepage können aufgrund rasch wechselnder Wetterverhältnisse im Hochgebirge auch kurzfristig überholt sein. Die Letztentscheidung, ob die Wetterverhältnisse eine (Weiter)Fahrt zulassen, liegt beim Fahrzeuglenker.
Murmeltier vor dem Großglockner

Das  Murmeltier

Das Murmeltier:
Alpenbewohner mit Pfiff

Putzige Alpenmurmeltiere, ausdauernde Langschläfer und der "Mankei-Wirt"

Wer sie bei der Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße noch nicht entdeckt hat, der trifft sie spätestens auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: die Alpenmurmeltiere. Diese pelzigen Hochgebirgsbewohner haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sind dementsprechend neugierig. Auf der Höhe sind sie über die Jahrzehnte längst an menschlichen Besuch gewöhnt und haben ihre natürliche Scheu weitgehend verloren. Weniger zutrauliche Murmeltiere können Sie von der Swarovski-Beobachtungswarte aus mit dem Fernglas beobachten und im Haus Alpine Naturschau ist die Murmi-Schau das absolute Highlight. Der „Mankei-Wirt“ im Gasthof an der Fuscher Lacke zieht die Murmeltiere selbst auf. Da kann es schon einmal vorkommen, dass einer seiner kleinen Nager beim Servieren auf der Schulter sitzt!
Murmeltiere beim Fressen

Weit gereist: Die verzweigte Familie der Murmeltiere

Murmeltiere gibt es nachweislich schon seit der Eiszeit vor 2,5 Millionen Jahren. Sie wanderten quer über die Kontinente und sind deshalb heute noch in Eurasien und Nordamerika verbreitet. Die zur Gruppe der Erdhörnchen gehörenden Nagetiere haben sich ihrer jeweiligen Umgebung angepasst, zurzeit sind 14 Murmeltierarten bekannt, von denen eine das am Großglockner lebende Alpenmurmeltier ist. Die flinken Nager werden 30-60 cm groß, hinzu kommt der 10-25 cm lange Schwanz. Sie erreichen ein Alter von bis zu 15 Jahren. Markant sind die langen, gelb gefärbten und überaus kräftigen Nagezähne, starke Backenzähne helfen beim Zermahlen von Gräsern und Kräutern und auch Früchte, Samen und Insekten stehen hin und wieder auf dem Speiseplan.

Revier mit bester Aussicht: Murmeltierheimat oberhalb der Baumgrenze

Am Ende der Eiszeit zogen sich die Murmeltiere in die baumlosen Hochgebirgslagen zurück. Das liegt vielleicht auch daran, dass das „Mankei“ die Hitze nicht leiden mag. Es verfügt nur über wenige Schweißdrüsen und verbringt selbst warme Sommerstunden am Berg lieber in seinem kühlen Bau. Mit seinem gedrungenen Körper, den kurzen Beinchen und runden Ohren ist das Alpenmurmeltier bestens für seine unterirdischen Bauvorhaben gerüstet: Es gräbt umfangreiche Gangsysteme, dessen einzelne Tunnel 10-70 m Länge messen. Wohn- und Schlafhöhlen, eigene Toiletten und Fluchtröhren gehören zu dem ausgeklügelten Murmeltierbau, in dem die Familie schließlich seinen ausgedehnten Winterschlaf hält.

Schlafen, bis die Sonne kommt - der Winterschlaf der Murmeltiere

Wenn die Tage kürzer werden, der Energiegehalt der Nahrung nachlässt und genügend Fettreserven angefressen sind, begibt sich das Murmeltier mit seiner Familie in die unterirdischen Höhlen, um den Winterschlaf anzutreten. Während oben unaufhörlich der Schnee auf Wiesen und Matten fällt, ist es drunten warm und gemütlich. Während des sechs bis neun Monate dauernden Winterschlafs senkt das Murmeltier alle Lebensfunktionen ab, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Der Eingang zum Bau ist dicht verschlossen und nur alle drei bis vier Wochen geht das „Mankei“ zur Toilette, um anschließend wieder in tiefem Schlaf zu versinken. Am Ende dieser Zeit hat jedes Murmeltier ein Drittel seines Gewichts verloren – jetzt wird es durch seine innere Uhr wieder geweckt!

Neustart im Frühling: Die Kolonie der Alpenmurmeltiere

Wie schön, wenn sich alle nach dem langen Winter mit Nasenreiben und Köpfe-Zusammenstecken wieder begrüßen und die Frühjahrssonne genießen können! Im April/Mai startet schon die Paarungszeit und die in mehreren Generationen lebenden Familienverbände begeben sich wieder auf Futtersuche. Die schrillen, im Kehlkopf der Tiere erzeugten Schreie der Murmeltiere, die wir als Pfiffe wahrnehmen, dienen der Verständigung und der Ankündigung von Gefahr. Diese droht besonders den Jungen, die nach 30 Tagen Tragezeit zur Welt kommen: Taucht ein Greifvogel am Himmel über dem Großglockner auf, gilt es, sich und die Kleinen rasch in Sicherheit zu bringen.
Sie möchten die pelzigen Alpenbewohner selbst einmal in freier Wildbahn beobachten? Dann informieren Sie sich jetzt über Öffnungszeiten und Ticketpreise der Großglockner Hochalpenstraße!